Markenaufbau durch technikfreie Erlebnisse

Markenaufbau durch technikfreie Erlebnisse

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In einer Welt, in der Technologie die treibende Kraft hinter jedem Kundenerlebnis zu sein scheint, tut ein wachsender Zweig der Experience Economy etwas Radikales: Handys zu verbieten. Das Geschäft mit unvergesslichen Events boomt und einzigartige Selfie-Möglichkeiten sind oft Teil des Pakets.

Technologiefreie Erlebnisse widersetzen sich dem Trend, dass Marken nicht zu existieren scheinen, wenn sie nicht ständig in sozialen Medien geteilt werden – was ein riskanter Schachzug sein könnte, aber die Kunden haben das Gefühl, etwas Einzigartiges und Exklusives erlebt zu haben.

Anstatt mit der Masse zu teilen, teilen sie die Erfahrung über Mundpropaganda, wodurch die Marke wächst. Der Trend zu technikfreien Erlebnissen mag unorthodox erscheinen, findet aber bei einer wachsenden Zahl von Kunden Anklang.

In vielerlei Hinsicht sieht The Magic Castle, ein exklusiver alter Unterhaltungsclub in den Hollywood Hills, aus, als wäre es für Instagram gemacht. Die Gäste halten sich an eine strenge formelle Kleiderordnung, und jede Ecke des Herrenhauses von 1962 ist voller historischer Fotografien und Accessoires. Aber Sie werden keine Fotos von den Besuchen von Gästen finden, die online geteilt werden – The Magic Castle erlaubt kein Fotografieren und ermutigt Gäste, ihre Telefone in der Tasche zu lassen.

Die Regel ermöglicht es den Gästen, wirklich in das komplizierte Design, die Geschichte und die Magie einzutauchen. Ohne die Ablenkung, das perfekte Foto zu machen, lassen sich die Gäste ganz auf das einzigartige Erlebnis ein. Das Magic Castle ist nicht auf Technologie angewiesen, um ein erstaunliches Erlebnis zu schaffen. Stattdessen steckt alles im Detail. Jeder Aspekt des Designs und Erlebnisses entführt die Gäste in eine andere Welt, sogar bis hin zum Betreten des Clubs durch ein verstecktes Bücherregal mit der Aufschrift „Sesam öffne dich“.

Und das Fotografierverbot ist nicht nur Spaß – wer beim Fotografieren erwischt wird, muss dieses löschen und wird sofort des Geländes verwiesen und nicht wieder eingeladen.

Andere Veranstaltungen und Clubs ziehen nach und verbieten Fotos und Handys zur Freude ihrer treuen und wachsenden Anhängerschaft. Ein Beispiel ist Soho House, das nur von Mitgliedern oder Gästen eines Mitglieds betreten werden kann, was die Faszination und das Gefühl, in eine andere Welt einzutreten, noch verstärkt.

Das in London ansässige Secret Cinema verwandelt Filme in Theaterproduktionen, während die Gäste sich verkleiden und wichtige Rollen spielen, wenn sie in die Welt ihrer Lieblingsfilme eintreten. Auch der Ort ist geheim. Und um das immersive Erlebnis zu verstärken, müssen Telefone gesperrt oder zu Hause gelassen werden.

Beliebte Künstler und Musiker schließen sich der Bewegung an, wobei große Namen wie Bob Dylan, Alicia Keys und Amy Schumer das Aufnehmen von Fotos oder Videos während ihrer Shows verbieten. Sie gehen oft so weit, die Show zu stoppen, wenn sie jemanden sehen, der ihr Telefon benutzt. Der Grund für die umstrittene Entscheidung? Sie möchten, dass die Konzertbesucher die Veranstaltung persönlich erleben, nicht über einen Bildschirm.

In einer Welt, in der Marken nicht zu existieren scheinen, wenn sie nicht ständig in sozialen Medien geteilt werden, widersetzen sich technologiefreie Erlebnisse dem Trend. Es könnte ein riskanter Schritt sein, aber die Kunden haben das Gefühl, etwas Einzigartiges und Exklusives erlebt zu haben. Anstatt mit der Masse zu teilen, teilen sie die Erfahrung über Mundpropaganda, wodurch die Marke wächst.

Die Geräte, die dazu bestimmt sind, uns in Verbindung zu halten, können einer echten Verbindung oft im Wege stehen. Das Internet ist voll von Forschungsergebnissen über die Vorteile des Abschaltens – darunter eine bessere psychische Gesundheit, stärkere Beziehungen, besserer Schlaf und mehr Konzentration.

Trotz all dieser Vorteile kann es kontraintuitiv erscheinen, an einer exklusiven Veranstaltung teilzunehmen und sie nicht online zu teilen oder gar ein Foto zu machen, um sich daran zu erinnern. Aber Marken zeigen, dass technikfreie, immersive Erlebnisse nicht nur möglich, sondern auch unglaublich stark nachgefragt sind.

Die Experience Economy ist genau das – ein Erlebnis. Verbraucher wollen zunehmend dem realen Leben entfliehen und in eine neue Welt der Fantasie und Magie eintauchen. Und wenn das erfordert, ihre Telefone und Technologie zurückzulassen, sind die Leute an Bord.

Blake Morgan wurde von Meta „Die Königin des Kundenerlebnisses“ genannt. Sie ist Keynote-Speakerin, Bestsellerautorin und Futuristin. Melden Sie sich für ihre wöchentliche E-Mail an hier.

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