IWF veröffentlicht die Ergebnisse der Umfrage zum Finanzzugang 2022

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IWF veröffentlicht die Ergebnisse der Umfrage zum Finanzzugang 2022

5. Oktober 2022

Washington, D.C.: Der Internationale Währungsfonds veröffentlichte die Ergebnisse der dreizehnten jährlichen Financial Access Survey (FAS) [1] die die Daten für 2021 präsentiert und die anhaltende Ausweitung der Nutzung digitaler Finanzdienstleistungen hervorhebt – erheblich höher als vor der Pandemie. Die Umfrage zeigt auch einen Rückgang der Salden ausstehender Kredite an KMU und anhaltende geschlechtsspezifische Unterschiede beim Zugang zu Finanzmitteln für viele Volkswirtschaften. Mikrofinanzinstitute spielten in einigen Volkswirtschaften eine wichtige Rolle bei der Förderung der Inklusion unversorgter und unterversorgter Bevölkerungsgruppen, unter anderem durch die Kanalisierung der Pandemiehilfe.

Der Zugang und die Nutzung digitaler Finanzdienstleistungen nahmen weiter zu

Die Pandemie hat die traditionelle Art des Zugangs zu Finanzdienstleistungen gestört und zu einer stärkeren Nutzung digitaler Finanzen geführt. Die FAS-Daten zeigen in einigen Entwicklungsländern seit Beginn der COVID-19-Pandemie einen Übergang von traditionellen Finanzzugangspunkten wie Bankfilialen und Geldautomaten zu mobilen Agenten und Einzelhandelsgeschäften. Die Nutzung digitaler Finanzdienstleistungen hat ebenfalls zugenommen, wobei der Wert mobiler Geldtransaktionen von etwa 40 Prozent des BIP auf 70 Prozent in Ländern mit niedrigem Einkommen gestiegen ist und der Wert von Mobile- und Internet-Banking-Transaktionen von 225 Prozent des BIP auf 324 gestiegen ist Prozent in Ländern mit mittlerem Einkommen zwischen 2019 und 2021.

Neue Wege für den Zugang zu Finanzmitteln gewinnen an Dynamik

PR22332 Diagramm

Quelle: Financial Access Survey des IWF und Berechnungen von IWF-Mitarbeitern.

Hinweis: Das Diagramm zeigt den gewichteten Durchschnitt von vier Arten von Finanzzugangspunkten nach Ländereinkommensgruppe für Länder, deren Daten für 2019-2021 verfügbar sind. Die Länderabdeckung unterscheidet sich je nach Art der Finanzzugangspunkte.

Gleichzeitig bleiben traditionelle Finanzdienstleistungen wichtig für die finanzielle Inklusion. So stieg der Anteil der Einleger in allen Einkommensgruppen der Länder weiter an. Andererseits blieben die aggregierten Werte der ausstehenden Kredite und Einlagen als Anteil am BIP zwischen 2020 und 2021 für alle Ländereinkommensgruppen weitgehend unverändert, obwohl die ausstehenden Kredite in Ländern mit mittlerem und hohem Einkommen im Jahr 2021 leicht zurückgingen.

Die ausstehenden Kredite an KMU gingen in den meisten Volkswirtschaften zurück

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) spielen in vielen Volkswirtschaften eine wichtige Rolle, sind jedoch beim Zugang zu Finanzierungen oft mit größeren Einschränkungen konfrontiert. Die FAS-Daten zeigen, dass mehr als 70 Prozent der Volkswirtschaften, die in dieser Runde KMU-Daten an die FAS übermittelten, im Jahr 2021 einen Rückgang der ausstehenden Geschäftsbankkredite an KMU verzeichneten. Dies war eine Trendwende gegenüber dem Trend von 2020, in dem KMU-Kredite stabil blieben oder in vielen Volkswirtschaften sogar gestiegen. Dies scheint zumindest teilweise auf die Rücknahme politischer Maßnahmen zurückzuführen zu sein, die als Reaktion auf die Pandemie ergriffen wurden, wie etwa Kredithilfen und Lohnzuschüsse.

In vielen Volkswirtschaften bestehen nach wie vor geschlechtsspezifische Unterschiede beim Zugang zu Finanzmitteln

Die neuesten FAS-Daten zeigen, dass die geschlechtsspezifische Kluft beim Zugang zu Finanzmitteln im Jahr 2021 in vielen Volkswirtschaften fortbestand. Im Jahr 2020 nahmen die ausstehenden Einlagen sowohl für Männer als auch für Frauen zu. Der Anstieg wurde jedoch im Jahr 2021 wieder rückgängig gemacht, wahrscheinlich aufgrund des Endes der während der Pandemie ergriffenen politischen Maßnahmen zur Unterstützung des Zugangs zu Finanzmitteln. In 45 Prozent der Volkswirtschaften, die nach Geschlecht aufgeschlüsselte Daten meldeten, war der Rückgang der Einlagen bei Frauen größer als bei Männern. Die Zahl der Einlagenkonten hingegen blieb im Jahr 2021 in einigen Ländern für beide Geschlechter weitgehend stabil oder stieg sogar an. Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Erhebung und Überwachung von nach Geschlecht aufgeschlüsselten Daten zum Zugang zu Finanzmitteln.



[1] Die FAS ist eine einzigartige angebotsseitige Datenbank über den Zugang zu und die Nutzung von Finanzdienstleistungen, einschließlich digitaler Finanzdienstleistungen und nach Geschlecht aufgeschlüsselter Daten. Es umfasst 189 Volkswirtschaften mit 121 Datenreihen und historischen Daten aus dem Jahr 2004. Die neuesten FAS-Daten mit länderspezifischen Metadaten sind unter http://data.imf.org/FAS verfügbar, und die FAS-Trends und -Entwicklung 2022 können hier heruntergeladen werden . Das FAS 2022 wurde mit der großzügigen Unterstützung des Data for Decisions (D4D) Fund ermöglicht.

IWF-Kommunikationsabteilung
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